Zum Inhalt (ALT-C)
Zur Navigation (ALT-N)
Zur Startseite (ALT-S)

Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen  |  E-Mail: poststelle@vgem-sob.de  |  Online: http://www..vgem-sob.de

Chronik der Gemeinde Waidhofen

Das schöne Pfarrdorf Waidhofen liegt inmitten von fruchtbaren Spargeläckern, Hopfengärten und grünen Wiesen im  reizenden Paartaal, ca. 7 km östlich der Stadt Schrobenhausen. Schon von weitem grüßt die Pfarrkirche "Zu U. Ib. Frau" und die kupferbedeckte Spitze des gotischen Halmturmes beherrscht weithin den Paargrund. Das große stattliche Langhaus ist 1718 unter Pfarrer und Dekan Kaltenegger neu erbaut worden und bekam in dieser künstlerischen fruchtbaren Zeit auch seine wertvolle Innenausstattung. Die kostbaren Barockaltäre sind heute noch der Stolz dieser Kirche. Aus dem alten, im 13. Jahrhundert erbauten Gotteshaus hat man 1718 in die neue Pfarrkirche einige spätgotische Bildnisse übernommen, wobei besonders die Figur des "wunderbarlichen Viehpatrons und Nothelfers" St. Wendelin zu erwähnen ist.


Wie aus der Chronik zu berichten ist, besaß Waidhofen auch die älteste Poststation des alten Landkreises Schrobenhausen von etwa 1530 bis 1802. Schon vor 1600 ist Christoph Schultes in Waidhofen-Mergertsmühle als Postmeister der Kaiserlich Taxis'schen Generalpost-Direktion bezeugt. Sieben Postmeister-Generationen der Ainmiller folgen auf dem Postbauernhof mit der Nebenstelle Mergertsmühle. Auch noch nach der Verlegung der Hauptpoststelle in den Trappenbräu Schrobenhausen blieb der Waidhofener Postbauer eine "Fahrpoststelle". Im Dezember 1838 wurde die Gemeinde und der Pfarrbezirk Waidhofen aus dem Landgericht Pfaffenhofen ausgegliedert und dem königlichen Landgericht Schrobenhausen einverleibt.


Waidhofen ist heute noch eine ländliche Wohngemeinde und umfaßt eine Fläche von 2732 ha, davon sind ca. 10 % mit Wald bedeckt. Ein beträchtlicher Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche sind Spargelfelder. Der Anbau dieses köstlichen Gemüses wird in der ganzen Umgebung in immer größerem Umfang betrieben, seit Christian Schadt die ersten Pflanzen dem sandigen
Boden anvertraute.


Die in der jüngsten Zeit durchgeführte Gemeindegebietsreform brachte für die einzelnen Gemeinden das "große Sterben". Mit Wirkung vom 1.10. 1971 verloren die bis dahin selbständigen Gemeinden Diepoltshofen und Wangen ihre Selbständigkeit und wurden Ortsteile der Gemeinde Waidhofen. Aber auch Waidhofen, durch diese Eingemeindungen auf über 1600 Einwohner angewachsen, verlor den Status einer Einheitsgemeinde; sie wurde mit Wirkung vom 1. 5. 1978 Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schrobenhausen.


Die Gemeinde, durch den Ausbau aller Gemeindeverbindungsstraßen und der vorbeiführenden Bundesstraße 300 verkehrsmäßig gut erschlossen, zählt heute 17 Ortschaften, Weiler und Einöden. Die Ausweisung von Siedlungs- und Gewerbegebieten lassen einen weiteren Bevölkerungszuwachs und damit auch eine wirtschaftliche Stärkung erwarten. Durch die vielen neu erstellten Sportanlagen, sowie durch die voll ausgebauten Ortsstraßen stellt sich Waidhofen als ein schönes ländliches Dorf dar, das zu einer Rast einlädt, um Erholung von den täglichen Anstrengungen und Belastungen zu finden.

drucken nach oben